Ausbildung zum Brandschutzbeauftragter in Flensburg
Der Brandschutzbeauftragte unterstützt den Arbeitgeber bei der Umsetzung des betrieblichen Brandschutzes. Die Ausbildung erfolgt nach DGUV Information 205-003.
Für wen ist diese Ausbildung?
Mitarbeiter, die im Betrieb für Brandschutz verantwortlich sind oder werden sollen
Voraussetzungen
- Abgeschlossene Berufsausbildung
- Gewerbe- und branchenspezifische Kenntnisse der betrieblichen Abläufe
- Technisches Verständnis und Kommunikationsstärke
Ausbildungsinhalte
Aufgaben des Brandschutzbeauftragten
- Erstellen und Fortschreiben der Brandschutzordnung
- Mitwirkung bei Beurteilungen der Brandgefährdung
- Beraten bei feuergefährlichen Arbeitsverfahren
- Organisation der Brandschutzkontrollen
- Melden von Mängeln und Vorschlagen von Maßnahmen
Regelmäßige Fortbildung
Brandschutzbeauftragte müssen sich alle 3 Jahre fortbilden (Umfang: 16 UE), um ihr Wissen aktuell zu halten.
Dauer & Kosten
Fördermöglichkeiten
- Bildungsgutschein100% Förderung
- ArbeitgeberOft vom Betrieb finanziert
Werde Brandschutzbeauftragter
Übernimm Verantwortung für die Sicherheit in deinem Betrieb.
Brandschutzbeauftragter in Flensburg: Pflichtfunktion in Industrie, Pharma und Elektronik
Flensburg ist eine Industriestadt mit klarer Struktur: Lebensmittelproduktion, Elektronikmontage und Pharmabetriebe prägen den lokalen Arbeitsmarkt. Überall dort, wo Produktionsanlagen laufen, Chemikalien gelagert werden oder Schichtbetrieb herrscht, schreibt das Regelwerk der DGUV und der Berufsgenossenschaften die Bestellung eines betrieblichen Brandschutzbeauftragten vor. Mit 64 Unterrichtseinheiten über zwei Wochen bereitest du dich nach DGUV Information 205-003 und vfdb-Richtlinie 12-09/01 auf genau diese Funktion vor, vollständig online und ohne Unterbrechung deines Berufsalltags.
Warum Flensburger Betriebe qualifizierte Brandschutzbeauftragte brauchen
Die Flensburger Brauerei gehört zu den bekanntesten Produktionsstätten der Stadt. In einem Brauereibetrieb treffen Druckleitungen, Kohlendioxid, heiße Prozesse und Gabelstaplerverkehr aufeinander, genau das Umfeld, in dem ein ausgebildeter Brandschutzbeauftragter täglich gefragt ist. Ähnlich sieht es bei Queisser Pharma aus: Pharmabetriebe unterliegen strengen Auflagen der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie, und die Brandschutzorganisation muss dokumentiert und regelmäßig überprüft sein. Motorola wiederum steht für Elektronikfertigung mit Lötprozessen, Batterielagerung und Reinraumtechnik, alles Bereiche mit erhöhten Brandlasten und entsprechend klaren Anforderungen an das betriebliche Brandschutzkonzept. Wer in einem dieser Betriebe bereits als Sicherheitsbeauftragter, Meister oder technischer Koordinator tätig ist, ergänzt sein Profil mit dem Brandschutzbeauftragten-Zertifikat um eine Funktion, die in Stellenausschreibungen zunehmend als Pflichtanforderung auftaucht. Auch kleinere Zulieferbetriebe, Logistikdienstleister und Einrichtungen des Gesundheitswesens rund um Flensburg suchen Mitarbeiter, die diese Aufgabe intern abdecken können, ohne externe Dienstleister beauftragen zu müssen. Die Funktionszulage liegt je nach Tarif und Betrieb zwischen 200 und 500 Euro monatlich, was die Qualifizierung auch finanziell sichtbar macht.
Kosten, Förderung und Arbeitgeberfinanzierung in Schleswig-Holstein
Der Lehrgang kostet rund 1.200 Euro Lehrgangsgebühr. In den meisten Fällen trägt der Arbeitgeber diese Kosten vollständig, da die Bestellung eines Brandschutzbeauftragten eine gesetzlich und berufsgenossenschaftlich verankerte Betriebspflicht ist und kein freiwilliges Weiterbildungsinteresse des Mitarbeiters. Du kannst deinen Arbeitgeber direkt auf die Kostenpflicht hinweisen: Wer dich in die Funktion einsetzen will, ist in der Regel auch verpflichtet, die Qualifizierung zu finanzieren. Dein Eigenanteil beträgt bei dieser Konstellation null Euro. Falls eine Arbeitgeberfinanzierung im konkreten Fall nicht greift, ist in Schleswig-Holstein über die Agentur für Arbeit Flensburg eine Förderung über den Qualifizierungschancengutschein möglich, sofern die betrieblichen Voraussetzungen erfüllt sind. Das AFBG (Aufstiegs-BAföG) greift für dieses Zertifikatsprogramm nicht, da es sich nicht um einen formalen Fortbildungsabschluss im Sinne des Berufsbildungsgesetzes handelt. Die Zuständigkeit für betriebliche Qualifizierungsförderung liegt in Schleswig-Holstein bei der Agentur für Arbeit sowie ergänzend bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein für Betriebe, die Förderprogramme des Landes nutzen möchten.
Online-Format: Lernen ohne Pendelaufwand zwischen Flensburg und Kiel
Der Kurs läuft vollständig online und du brauchst weder nach Kiel noch nach Hamburg zu fahren, um an einem Präsenzseminar teilzunehmen. Die 64 Unterrichtseinheiten verteilen sich über zwei Wochen und sind so strukturiert, dass sie sich mit Schichtdienst oder Gleitzeit kombinieren lassen. Du lernst in einer Lernplattform, die Videoinhalte, interaktive Übungen und dokumentierbare Lernfortschritte verbindet, was für Betriebe relevant ist, die Weiterbildungsnachweise im Rahmen ihres Qualitätsmanagementsystems führen. Eine stabile Internetverbindung und ein Computer oder Tablet reichen als technische Ausstattung aus. Wer in Flensburg, Schleswig, Husum oder dem dänischen Grenzgebiet wohnt und arbeitet, spart durch das Online-Format Fahrzeit und Übernachtungskosten, die bei klassischen Blockveranstaltungen regelmäßig anfallen.
Abschluss, Zertifikat und Anerkennung durch Berufsgenossenschaften
Das Zertifikat nach DGUV Information 205-003 und vfdb-Richtlinie 12-09/01 ist kein IHK-Abschluss und trägt kein entsprechendes Siegel. Es ist dennoch der bundesweit anerkannte Nachweis, den Berufsgenossenschaften und Gewerbeaufsichtsämter bei Betriebsprüfungen einfordern. In Schleswig-Holstein ist das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) die zuständige staatliche Aufsichtsbehörde, und bei Kontrollen wird exakt dieser Zertifikatsstandard als Qualifikationsnachweis verlangt. Die IHK Flensburg ist für dieses Produkt nicht die ausstellende Stelle, aber für alle Flensburger Betriebe, die neben dem Brandschutz auch kaufmännische Weiterbildungen für ihre Belegschaft planen, ist sie der erste Ansprechpartner für anerkannte Fortbildungsabschlüsse. Das Brandschutzbeauftragten-Zertifikat verbessert deine Chancen auf eine Beförderung in eine Sicherheitsfunktion, stärkt deine Stellung bei internen Stellenbesetzungen und qualifiziert dich für die formale Bestellung durch die Unternehmensleitung, die in einem rechtssicheren Dokument festgehalten werden muss. Wer die Funktion einmal innehat, muss sich zudem regelmäßig fortbilden, was die Erstqualifizierung zum Einstieg in eine kontinuierliche Fachlaufbahn im betrieblichen Brandschutz macht.